29. Hamburg-Marathon: Die Nachbearbeitung

Was geschah mit mir nun nach dem Marathon?

Nun als Erstes gab ich mal meinem Leihchip zur Zeitmessung nicht zurück. Wusste ich am Anfang auch noch nicht, ob es für mich weitere Wettbewerbe geben würde, so stand sofort nach dem Marathon fest, dass ich genau diesen wieder laufen würde. Aus dem Leihchip wurde also mein Chip!

Wobei, wenn ich ehrlich bin, das war nicht das Erste was ich (nicht) tat, sondern es war die Sporthypnose nach dem Lauf.

Sporthypnose? Ich sehe schon die fragenden Gesichter, Kopfschütteln und Lächeln deswegen. Ja ich war auch skeptisch, aber bereit mich darauf einzulassen. Was hatte ich zu verlieren außer 5-10 Minuten? NICHTS!

Ich musste nicht lange warten und kam schnell dran. Ich stellte mich vor einen Stuhl und schloss die Augen. Ließ mich von dem leiten, was die Kollegin des Hypnotiseurs Peer Vollmer mir sagte. Dann tippte sie mir auf die Stirn und ich setzte mich einfach hin. Sie sprach mit mir und intensivierte in kürzester Zeit mein Erlebnis, brachte mich dazu zu entspannen. Zumindest sagte sie mir das in der Hypnose. Dann holte sie mich zurück.

War es das was ich erwartet hatte? Nein, war es nicht, denn es hatte nichts mit den Klischees gemein, die man so über Hypnose kennt. Ich nahm ALLES um mich herum wahr und dachte schon, dass es deswegen nichts wird mit mir und der Hypnose.

Doch es war ein voller ERFOLG!

Der größte Teil der Anspannung in Beinen und dem Rest meines Körpers war einfach weg. Ich stand nahezu schmerzfrei auf und konnte auch wieder normal laufen. Ich war total begeistert und verblüfft, dass es so gut funktionierte. Klar, dass ich im Jahr darauf auch wieder da war. Aber davon später mehr.

Alles in allem kam aus dem Eingang der Messehallen neben dem Fernsehturm ein stark veränderter Till heraus.

Ich hatte unglaublich viel von den Altlasten der vergangenen Jahre hinter mir auf der Strecke gelassen. Es war einfach nicht mehr wichtig, sondern Ballast den ich nicht mehr brauchte. Es ging dabei nicht um Erinnerungen, sondern um das, was ich nicht mehr ändern konnte, was mich aber trotzdem noch belastete. Das ich diesen Ballast abgeworfen hatte war mir nicht sofort klar. Es kam nach und nach.

Ich fing wieder an mehr zu meditieren und kam dort von der Chakrameditation zur Achtsamkeitsmeditation. Nicht aus religiösen Gründen, sondern weil es mir gut tut und mich gelassener gemacht hat und macht.

Der Marathon zeigte mir deutlich, dass man alles im Leben bewältigen kann. Es ist nicht immer leicht. Fast immer ein mehr oder weniger starker Kampf, aber man kann ihn eigentlich immer gewinnen. Jammern jedenfalls kostet nur unnötig Kraft und bringt nur Stillstand. Willst Du eine Situation, einen Umstand in Deinem Leben ändern, dann mach es und warte nicht auf Andere. Werde selber aktiv und fordere auch Hilfe ein. Das ist mit die größte Stärke, die man zeigen kann und eben keine Schwäche und vor allem niemals ein Fehler.

Mein erster Marathon: EIN ERFOLG AUF DER GANZEN LINIE!!!!!!!!!!!

29. HASPA Marathon

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