Die Vorbereitung auf den Marathon Teil 2

Moin Moin,

da war ich also wieder auf MEINER Strecke. Es lief auch sehr gut und ich konnte bei jedem 2. Lauf die Strecke steigern bis……..

Ja, da man für den Hamburg-Marathon auch im Winter trainieren muss, warf mich dann eine kleine Erkältung als erstes aus der Bahn. Die war ich jedoch auch schnell wieder los und konnte dann weiter trainieren.

Es ist nicht einfach wenn man täglich S-Bahn fährt und im Einzelhandel arbeitet auch unbeschadet durch die Erkältungszeit zu kommen. Allerdings war ich doch überrascht, wie glimpflich es dann doch durch diese Zeit ging. Meiner Meinung nach war dafür auch meine positive Grundeinstellung für verantwortlich. Ach ja und eine gesunde Ernährung ist da dann auch nicht unbedingt falsch ;-))))

Es ging also weiter und ich war dann auch schnell bei 16 km pro Lauf. Klar schwankte die Leistung. Man kann halt nicht immer die gleiche Leistung bringen. Einflüsse von außen, Stress, wenig Schlaf, Wetter usw., lassen die Leistung schwanken. Aber davon nicht entmutigen lassen. Es ist schlicht normal das die Leistung schwankt!

Nur leider entstand durch meine eigene Dusseligkeit dann schnell das nächste Problem was sehr weh tat.

Ich Dämlack hatte schlicht vergessen mich zusätzlich mit Magnesium zu versorgen. Gut, ich meditiere viel und dehne auch immer wieder. Aber Dehnen war leider auch nicht so regelmäßig im Programm wie es hätte sein sollen. Wozu das geführt hat?

Zu einem fies verspannten Rücken. Ja es tat auch fies weh leider und ich musste mir durch Osteopathie den Rücken wieder lockern lassen. Leider warf mich das dann im Februar/März arg aus der Bahn. So kurz vor dem Marathon auch nicht unerheblich.

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Ich stand also vor der Frage was ich nun tun soll? Zurücktreten vom Marathon und es wieder mal verschieben, oder einfach weiter trainieren und sehen wie es läuft.

Ich ging wirklich ganz klar in mich und dachte auch zurück an all die verschobenen Marathons, vor denen immer etwas war, Erkältung, viel Arbeit usw. Ich habe es immer verschieben müssen, noch vor der Anmeldung. Ich sah das schon irgendwie als einen kleinen Fluch an und was macht man mit Flüchen? Genau, sie einfach brechen!!!!

Ich fing wieder an zu laufen und erweiterte schnell auf 18 km und dann auch auf 21 km. Ich lief einfach. Im Hinterkopf hatte ich mir einfach vorgenommen zu sehen wie es beim Lauf funktioniert. Hätte ich nicht mehr gekonnt, wäre ich halt ein Stück gegangen. Doch genau diese Einstellung machte es mir möglich die 21km zu laufen ohne gehen zu müssen. Ich schaffte es mich frei zu machen von einem sehr falschen Ehrgeiz. Dem Ehrgeiz das alles 100% sein muss. Warum der falsch ist? Weil es niemals DEN 100%-Lauf geben wird! Gerade wenn man sich an seine Grenzen traut, merkt man das es dahinter weiter geht. Grenzen sind nicht immer in Stein gemeißelt sondern überschreitbar und verschiebbar.

Deshalb hatte ich auch keine große Panik das mein Lauf von 21 km mein einziger Langstreckenlauf war und auch noch genau 1 Woche vor dem Marathon lag.

Ich sagte mir in der Woche bis zum Marathon einfach: „Du gehst an den Start und läufst das Ding. Halt auch mal gehen wenn es sein muss bzw. wenn es dann nicht mehr geht halt aussteigen.“

Das einzige Ziel was ich mir setzte waren die 21 km, die wollte ich unbedingt laufen. Alles danach war für mich Bonus und ich dachte, das ich spätestens so ab Kilometer 30 dann auch wirklich raus muss.

Es war nicht schlimm für mich, es evtl. nicht voll zu schaffen. Ich wäre dabei gewesen und das ist mehr, als viele andere, und auch ich bisher, von sich sagen konnten.

Ich hatte für mich also schon viel mehr Erfahrung gesammelt als ich vorher hatte. Auch die Erkenntnis das dieser falsche 100%-Ehrgeiz einen guten Teil mit Angst zu tun hatte. Angst zu versagen, Angst es nicht zu schaffen, Angst vor der bisherigen Grenze.

Aber ich habe es noch vor dem Start überwunden. Ja ich hatte meinen Frieden mit dem Chaostraining und der Möglichkeit des vorzeitigen Ausstiegs aus dem Marathon gemacht. Diese innere Ruhe war fantastisch und war auch den ganzen Meditationen geschuldet die ich seit der Sterbebegleitung gemacht hatte.

Ich für meinen Teil habe so viel über mich und mein Inneres gelernt und meine psychische Grenze noch vor dem Marathon überschritten und verschoben. Angst und Selbstzweifel wurden so zur ungebändigten Vorfreude auf den Marathon.

Am 04.05.2014 war es dann endlich soweit:

Der 29. Hamburg-Marathon startete und endlich auch mit mir in der Menge.

Aber davon berichte ich dann im nächsten Beitrag.

Knoevies Tips zum Training:

  • Sucht Euch einen guten Laufladen. Vergleicht auch und entscheidet Euch dann wo Ihr Eure Schuhe kauft. Die Schuhe sind am wichtigsten für jeden! Egal ob Freizeitjogger oder mit Zielen für Marathon und Co. Falsche Schuhe gehen auf die Gelenke und begünstigen Verletzungen. Deshalb lasst Euch gut beraten und nehmt nicht irgendwelche Schuhe!
  • Auch die Bekleidung ist wichtig. Es sollte Funktionsbekleidung sein und keine Baumwolle. Baumwolle bleibt einfach nur nass und klebt am Körper. Das erhöht das Infekionsrisiko und der nasse, schwere Stoff mindert das Laufvergnügen. Achtet auf saubere Nähte, Rund- und Flachnähte sind ideal. Je weniger Nähte desto besser.
  • Unterwäsche ist auch wichtig. Sie sollte für Läufer eng sitzen. Quasi eine 2.Haut. Klingt sicherlich beengend, ist es aber nicht. Gute Wäsche ist elastisch genug das sie nicht einengend ist. Auch hier gilt je weniger Nähte desto besser.
  • Zieht Euch nicht zu warm an!! Auch das mindert schlicht das Laufvergnügen. Es gilt eigentlich, wenn man startet sollte einem leicht frisch sein. Wer sich optimal warm fühlt in der Bekleidung, also wie im Alltag, ist schon zu warm angezogen. Denkt daran, der Körper erwärmt sich ordentlich durch die Leistung.
  • Lauft im Sommer nicht zur Mittagszeit. Die Hitze ist schlicht zu groß. Verlegt die Läufe in den Morgen oder den Abend.
  • Nehmt Euch bei Langstrecken etwas trinkbares mit. Es gibt unzählige gute Trinksysteme für das Training. Aber trinkt nicht zuviel. Es ist durchaus nicht selten das dieses passiert. Es droht dann tatsächlich eine Wasservergiftung.

Es sind von mir hier nur Tips aus meiner Erfahrung! Es ist nichts was in Stein geschrieben steht! Jeder muss seinen Weg finden. Wobei es wirklich auf gute Schuhe und Bekleidung ankommt. Das ist schon eine goldene Grundregel!

Wer jetzt erwartet das ich hier noch sage was genau er an Schuhen oder Bekleidung nehmen soll, der wird jetzt enttäuscht. Das werde ich nicht tun, den ich kenne Euch in der Regel nicht und außerdem ist jeder anders.

Es ist egal ob Asics, Brooks, Mizuno oder Nike, Adidas, Odlo usw. Wichtig ist das es Schuhe sind, die Euren körperlichen Bedürfnissen entsprechen und Euch ein gutes Laufgefühl geben. Das Laufgefühl ist auch wichtig in der Bekleidung. Testet aus und findet die Bekleidung die Euch das angenehmste Laufgefühl gibt.

In diesem Sinne:

Gute Läufe uns allesamt ;-))

 

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